Kategorie Vertragsrecht

Arbeitsrecht – Gerichtsstand des gewöhnlichen Arbeitsorts des Arbeitnehmers

ZPO 34 Abs. 1 Einleitung In dem französischsprachigen Arbeitsstreit vor dem Schweizerischen Bundesgericht, 4A_527/2018, ging es um den massgebenden Gerichtsstand im Falle eines Aussendienstmitarbeiters im Allgemeinen und um den Gerichtsstand am Ort, an dem der Arbeitnehmer gewöhnlich die Arbeit verrichtet, im Besonderen. Erwägungen Der im Aussendienst tätige Arbeitnehmer kann gegen die Arbeitgeberin an jenem Ort ... Weiterlesen...

Ausländergesetz – Beschäftigung eines Ausländers ohne Arbeitserlaubnis

AuG 122 Abs. 2 Der vom Bundesgericht zu beurteilende Fall BGer 2C_197/2014 betraf die Beschäftigung eines Ausländers ohne Arbeitserlaubnis in der Schweiz und die Androhung von Sanktionen gegenüber dem Arbeitgeber. Das Bundesgericht erkannte im Wesentlichen: Abklärungspflicht des Arbeitgebers Vor der Anstellung eines Ausländers müsse sich der betreffende Arbeitgeber vergewissern, ob dieser in der Schweiz einer ... Weiterlesen...

Auftrag / Schadenersatz – Bank: Kein Überwälzungsrecht von Einigungskosten mit ausländischen Staaten

OR 402 Abs. 1 und 2 / OR 62 und 63 / OR 419 Eine Bank war sich mit ihrem Kunden in Bezug auf die Überwälzung der Aufwendungen aus einem primär sie betreffenden Vergleichsschluss vor einem Gericht in den USA und hinsichtlich der damit verbundenen Verrechnung mit dem Bankkunden-Guthaben nicht einig. Das Gericht erkannte, dass ... Weiterlesen...

Auftrag – Bankvertrag / AGB / Aufhebung Euro-Mindestkurs: Kein nachträgliches Preisanpassungsrecht der Bank

OR 394 ff. / OR 18 Sachverhalt und Erwägungen Eine Bank und ihr Kunde stritten sich über die Auslegung der Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) im Zusammenhang mit der nachträglichen Preisanpassung der Bank aufgrund der Aufhebung des EURO-Mindestkurses. Im Rahmen des handelsgerichtlichen Prozessverfahrens ergab sich folgendes: Die von der Bank im Zuge der EURO-Mindestkursaufhebung vorgenommenen, nachträglichen Preisanpassungen ... Weiterlesen...

Werkvertrag – SIA-Norm 118: Wortlaut gilt als bekannt

ZPO 151, Art. 152 Abs. 1 SIA-Norm 118, ZPO 104 Abs. 4 Die SIA-Norm 118 („Allgemeine Bedingungen für Bauarbeiten“) gilt als offensichtliche Tatsache im Sinne von ZPO 151. Der Wortlaut von SIA-Norm 118 muss daher weder behauptet noch bewiesen werden. Quelle Obergericht des Kantons Zürich I.Zivilkammer Beschluss vom 24.01.2017 LB160051 ZR 116 (2017) Nr. 33, ... Weiterlesen...

Mietrecht – Mietzinserhöhung: Fehlende Anfangszins-Mitteilung und Begründungspflicht

OR 270 Abs. 2 / OR 269d Das Fehlen einer Anfangsmietzins-Mitteilung unter Verwendung des amtlichen Formulars hat die Nichtigkeit der Vereinbarung über die Höhe des Mietzinses zur Folge (Bestätigung der Rechtsprechung). Der Mieter kann – unter Vorbehalt der Regeln über die Verjährung – , selbst nach Beendigung des Mietvertrages, auf richterliche Festsetzung des Anfangsmietzinses klagen, ... Weiterlesen...

Mietrecht – Eigentümerwechsel: Zeitpunkt des Übergangs des Mietverhältnisses

OR 261 Abs. 1 Zwischen den Parteien des Falles BGer 4A_393/2018 war – nach Bestreitung der Passivlegitimation durch die beklagte Veräussererin – strittig, ob beim Eigentümerwechsel das Mietverhältnis automatisch auf die Erwerberin übergehe, wenn die Mietsache noch nicht an den Mieter übergeben worden war. Das Bundesgericht erkannte – unter Hinweis auf die Umstrittenheit des Themas ... Weiterlesen...

Mietrecht – Nebenkosten: Keine Vermieterhinweispflicht, dass Akontozahlungen für Nebenkostendeckung nicht ausreichend sind

OR 270 und OR 257a – Aufklärungspflicht des Vermieters zur Nebenkostenhöhe? Das Bundesgericht hatte im Fall 4A_339/2018 zu beurteilen, ob der Vermieter den Mieter bei Mietvertragsabschluss darauf hinweisen müsse, dass die Akontozahlungen für die Nebenkosten nicht kostendeckend sein würden. Streitpunkt war, ob den Vermieter aufgrund des mietrechtlichen Vertrauensschutzes, des Prinzips der culpa in contrahendo und ... Weiterlesen...